Es gibt eine kleine Erzählung, die ich mir dann und wann gern wieder ins Gedächtnis rufe.

Während einer intensiven Arbeitssitzung in einer amerikanischen Kleinstadt verfinstert sich plötzlich der Himmel. Ein heftiges Donnern und Blitzen reißt die Damen und Herren von den Stühlen. Sie stürzen an die große Fensterfront. „Das  ist das Ende der Welt. Christus kehrt wieder!“ rufen einige. Die Unruhe und die Aufregung sind groß.  Da ergreift der Vorsitzende das Wort: „Meine Damen und Herren, bitte beruhigen Sie sich! Wenn es ein Gewitter ist, wird es vorüberziehen! Und wenn es das Ende der Welt ist, ja, so soll Christus uns bei der Arbeit finden!“

Angesichts der Bundestagswahlen können die Enttäuschungen in diesen Tagen groß sein. Niemand scheint mit dem Ergebnis wirklich glücklich zu sein. Die anstehenden Koalitionsverhandlungen – in welche Richtung auch immer – werden vermutlich mühselig und zäh werden.  Für die großen Herausforderungen des Klimawandels können schon hier wichtige Energie und wichtiger Schwung verloren gehen. Deshalb gilt nicht nur für die Politiker:innen, sondern für uns alle: Dranbleiben! Weiterarbeiten! Den demokratischen Diskurs um die Bewahrung der Schöpfung gerecht und sozial mitgestalten und dabei immer wieder Verantwortung für die Ärmsten und Schwächsten in der Gemeinschaft übernehmen!

Ja, sollte es doch kein Gewitter sein, so soll uns Christus bei der Arbeit finden! (vgl. Römer 12)

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