Bibel gelesen

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Bibelgesellschaften und Bibelwerke

Die Entstehungsgeschichte der Bibelgesellschaften ist eng verbunden mit einer religiösen Aufbruchbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England. Engagierte Laien setzten sich für die Verbreitung der Bibel in der Bevölkerung ein. Ziel war die religiöse Emanzipation des einzelnen Gläubigen durch die Rückbesinnung auf die Bibel. Zu den Mitgliedern der Bibelgsellschaften zählten Personen aus allen Bevölkerungsschichten und allen Konfessionen. Nach der Gründung der “British and Foreign Bible Society”  (1804) in London breitete sich die Bewegung rasch auf dem europäischen Kontinent aus. Die Gründung der Hannoverschen Bibelgesellschaft reicht beispielsweise zurück in das Jahr 1814.

Die  Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart stellt heute die selbständige Dachorganisation der verschiedenen evangelischen regionalen Bibelgesellschaften und Bibelzentren in Deutschland dar. Zu ihren Kernaufgaben gehört die  Herausgabe und Verbreitung von Bibelausgaben. Neben dem bibelmissionarischen Arbeitsbereich ist die  Betreuung von wissenschatlicher Textausgaben sowie die Herausgabe von Bibeln für Schule und Gemeinde von zunehmender Bedeutung. In diesem Sinn hat sich auch die Arbeit der regionalen Bibelgesellschaften vermehrt einer erfahrungsbezogenen bibelerschließende Arbeit  zugewandt.

In der Römisch-katholischen Kirche sind Struktur und Organisation durch das überregionale Bibelwerk geprägt. In den einzelnen katholischen (Erz-)Bistümern sind Diözesanleiter*innen bzw. Diözesanbeauftragte als Multiplikator*innen und Ansprechpartner*innen vor Ort tätig (im Bistum Osnabrück: Dr. Uta Zwingenberger; im Bistum Hildesheim: PD Dr. Christian Schramm).

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Bibliotheken

Niedersachsen verfügt über viele gute Bibliotheken. Über ein digitales Verbundnetz sind die Bestände für Nutzerinnen und Nutzer leicht auffindbar. Einige Fachliteraturen zu bibeltheologischen Themen (Religionspädagogik, Jüdisch-christlicher Dialog u.a.) befinden sich in eigenen Einrichtungen und Instituten. Örtliche Stadtbibliotheken oder auch Gemeindebüchereien in Landkreisen und Kirchengemeinden ergänzen die Angebote. Wichtige wissenschaftliche Arbeitsgruppen (überregional) sind  die Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken (katholisch) und der Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (evangelisch).

Kirchlich-religiöse Bibliotheken und Einrichtungen

Staatliche Bibliotheken und Einrichtungen

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Medien

Bilder, Filme, Hörspiele und Spiele erschließen die Bibel und ihre Erzählungen in eigener Weise. Viele Bibliotheken und Büchereien unterstützen dies durch ihr Angebot. Zusätzlich stehen evangelische und katholische Medieneinrichtungen für eine qualifizierte Beratung wie zum unkomplizierten Verleih von Medien zur Verfügung. Ein digitales Medienportal ermöglicht beispielsweise einen einfachen  Zugang zu Kurz- und Spielfilmen. Medienpädagogische Fortbildungen zur Bibel werden regelmäßig auch von den regionalen Bibelgesellschaften angeboten. Das ökumenische Filmprojekt „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ greift mit seiner Filmauswahl häufig biblisch-theologische Themen auf.

Die Schöpfung (Kurzfilmbeispiel)

„Halleluja, halleluja, halleluja!“ – Die grosse Schlange frisst den Menschen, das war sehr gut und der Chor der Tiere singt einträchtig das jubelnde Lob der Schöpfung Gottes.

Zur Musik von Joseph Haydns Schöpfung zeichnet der Film sehr spielerisch und humorvoll die Schöpfungserzählung aus dem 1. Buch Mose als kreativen Animationsakt nach. Mit bildsprachlichen Anklängen an Hitchcocks „Psycho“ wird die Kreation des Menschen als einschneidende Bedrohung dargestellt, doch am Ende wird alles wieder gut – wenn auch anders als in der Bibel.     Mehr …

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